Shooting bei Rolls Royce in Goodwood
Rolls Royce beauftragte uns als fränkisches Fotostudio für hochexklusive Messestand-Aufnahmen anlässlich des Autosalons Paris im Oktober 2010 und weitere Messeauftritte. Für diese Foto-Dokumentation im Werk Goodwood flog Manfred Jahreiß auf die Insel, um mit dramatischen und wirkungsvollen Fotos zurückzukehren, die besonders den großen Anteil an Handarbeit in den Fokus rücken.
Diese Handarbeit stand auch im Fokus der Fotoreportage. In Goodwood entsteht auf einer eigenen Fertigungslinie der Rolls Royce Ghost.
Jeder Ghost erhält als besonderes Finish einen handgemalten „Nadelstreifen“ auf
jeder Seite. Und es gibt nur eine einzige Person, die in der Lage ist, diesen Streifen mit der Hand zu ziehen: Mark Court, genannt „Die Hände von Goodwood“. Court sagt selbst über seine Arbeit, der schwierigste Teil liegt eigentlich in diesem Respekt einflößenden Gedanken, dass ein Ghost 6 Meter lang ist und ab 250.000 Euro kostet.
Für einen Rolls Royce braucht Court drei Stunden, aber es hat fünf Jahre gedauert, bis er gelernt hat, diese so genannte „Coachline“ zu ziehen. Er verwendet dafür dünne, feine Pinsel aus Ochsen- und Fehhaaren. Courts Sohn Ashley, 17, ist Lehrling in Goodwood. Beide hoffen, dass Ashley eines Tages das Handwerk seines Vaters weiterführen wird.
Das Ziehen dieses Nadelstreifens war das Hauptmotiv, das Manfred Jahreiß dramatisch und wirkungsvoll dokumentiert hat. Solche Dokumentationen verlangen Flexibilität, organisatorisches Geschick und viel Einfühlungsvermögen für die jeweilige Aufgabenstellung. Das Schwierige bei einer Produktions-Reportage ist, dass der Fotograf mit der jeweiligen Situation vor Ort zurechtkommen muss und nicht wie im Studio optimale Bedingungen wie Licht, Hintergrund, etc. für das Produkt schaffen kann.



















